1. Bauteil prüfen
Hohlraum, Begrenzungen, Feuchte, Leitungen, Brandschutz und Anschlüsse werden untersucht. Bei zweischaligen Wänden erfolgt dies meist mit Probebohrung und Endoskop.
Mitglied im Fachverband Einblasdämmung e. V.Welche Wände lassen sich verfüllen? Wie muss ein Dach aufgebaut sein? Welcher Dämmstoff passt zu welchem Bauteil? Was schützt vor Schimmel und welche Fehler können teuer werden? Hier finden Sie die Antworten – klar, ausführlich und ohne Fachchinesisch.

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✓ Bei Auftrag vollständig anrechenbarEinblasdämmung ist eine Verarbeitungstechnik. Lose Dämmstoffe werden in einer Maschine aufgelockert und über Schläuche in Hohlräume oder offen auf eine Fläche geblasen. Der große Vorteil: Der Dämmstoff erreicht auch verwinkelte Bereiche, ohne dass das gesamte Bauteil geöffnet werden muss.
Hohlraum, Begrenzungen, Feuchte, Leitungen, Brandschutz und Anschlüsse werden untersucht. Bei zweischaligen Wänden erfolgt dies meist mit Probebohrung und Endoskop.
Rieselfähige Produkte passen zu geschlossenen Hohlschichten. Faserige Produkte eignen sich für Dach-, Decken- und Holzrahmengefache.
Der Fachbetrieb arbeitet nach Einblasplan, Produktvorgaben und definierter Einbaudichte. Anschließend werden die Öffnungen wieder verschlossen.
Einblasdämmung kann mehr als nur zweischaliges Mauerwerk. Je nach Gebäude lassen sich Wand, Dach, Decke, Drempel, Flachdach, Dielenboden, Kellerdecke und Holzrahmenkonstruktionen bearbeiten.
Verfüllung der Hohlschicht zwischen innerer und äußerer Mauerschale.
Geschlossene Sparrengefache oder spezielle Dämmsack-Verfahren im Altbau.
Einblasen in Holzbalkendecken oder Aufblasen auf den Dachboden.
Schwer zugängliche Abseiten werden vollständig gefüllt.
Hohlräume zweischaliger Flachdächer nach sorgfältiger Feuchteprüfung.
Leere Felder unter Holzdielen werden von oben oder unten ausgeblasen.
Abgehängte Konstruktionen können fugenfrei mit Dämmstoff gefüllt werden.
Wand-, Dach- und Deckengefache werden formschlüssig ausgefüllt.



Der Wandaufbau entscheidet. Ist eine zusammenhängende Hohlschicht vorhanden, ist die Kerndämmung häufig die schnellste und günstigste Lösung. Bei massivem Mauerwerk kommen Außen- oder Innendämmung infrage.

| Verfahren | Geeignet für | Vorteile | Wichtige Prüfung |
|---|---|---|---|
| Kerndämmung | Zweischaliges Mauerwerk mit geschlossenem Hohlraum | Geringer Eingriff, Fassade bleibt, meist schnell | Hohlraumbreite, Mörtelreste, Schlagregenschutz, Feuchte |
| WDVS | Massive Außenwand ohne Hohlraum | Große Dämmstärken, Wärmebrücken gut überdeckbar | Sockel, Laibungen, Dachüberstand, vollflächige Verbindung |
| Vorhangfassade | Massive oder unebene Wand, gewünschte Bekleidung | Flexible Optik, rückbaubarer Aufbau möglich | Unterkonstruktion, Winddichtheit, Hinterlüftung, Brandschutz |
| Innendämmung | Fassade darf außen nicht verändert werden | Raumweise möglich, Eigenleistung teilweise möglich | Feuchtenachweis, fugenfreier Kontakt, Wärmebrücken, Leitungen |
In größeren Hohlräumen bewegt sich die Luft. Warme Luft steigt, kalte Luft sinkt. Diese Luftbewegung transportiert Wärme und kann den Dämmwert deutlich verschlechtern. Die Kerndämmung unterbindet diese Zirkulation weitgehend.
Ein Dach braucht außen eine zweite wasserführende Ebene und innen eine luftdichte Ebene. Der Dämmstoff liegt geschützt dazwischen. Fehlt eine dieser Ebenen, muss der Aufbau vor einer Dämmung genau geplant oder ertüchtigt werden.

Ziegel oder Dachsteine halten den größten Teil von Regen und Schnee ab.
Sie führt eingedrungenes Wasser, Flugschnee und Tauwasser sicher zur Traufe.
Der Raum wird mit einem passenden faserigen Dämmstoff vollständig gefüllt.
Die warme Raumluft darf nicht durch Fugen in den kalten Dachaufbau strömen.
Kabel und Leitungen liegen möglichst vor der luftdichten Ebene.
Bei geeigneten Altbaudächern kann ein langer, begrenzender Dämmsack in den Sparrenraum geschoben und mit Zellulose gefüllt werden. Diese Lösung kann deutlich günstiger sein als eine vollständige Neueindeckung, muss aber objektspezifisch geplant werden.
Über eine ungedämmte Decke zum kalten Dachboden geht viel Wärme verloren. Weil große Dämmstärken meist problemlos möglich sind, kann hier ein preiswerter Dämmstoff besonders dick eingebaut werden.
Vorhandene leere Gefache werden über kleine Öffnungen gefüllt. Alte Lehm-, Schlacke- oder Aschelagen müssen nicht automatisch entfernt werden.
Auf eine freie Decke kann eine dicke Schicht Zellulose oder Mineralwolle aufgeblasen werden. Laufwege und Abstellflächen lassen sich aufständern.
Die Luke braucht Dämmung und eine umlaufende Dichtung. Sonst bleibt ein erheblicher Wärme- und Luftleckpunkt bestehen.
Bei der Dämmung des unteren Gebäudeabschlusses geht es neben Energieeinsparung stark um Behaglichkeit. Je nach Aufbau gibt es unterschiedliche Lösungen.



Einblasdämmstoff wird zwischen die Balken gebracht. Der vorhandene Boden kann häufig liegen bleiben.
Platten können geklebt und zusätzlich gedübelt werden. Nur Kleben ist bei alten Anstrichen riskant.
Eine abgehängte Konstruktion schafft einen Dämmraum, der fugenfrei ausgeblasen wird.
Sehr niedrige Hohlräume können je nach Feuchte mit wasserabweisendem Dämmstoff verfüllt werden.
Der beste Dämmstoff ist der, der zum Bauteil, zur Feuchtebelastung, zum Brandschutz, zum verfügbaren Platz und zum Budget passt. Ein Material kann in einem Bauteil ideal und in einem anderen ungeeignet sein.

| Dämmstoff | Typische Anwendung | Stärken | Grenzen |
|---|---|---|---|
| Zellulose | Dach, Decke, Holzrahmen, Innendämmung im geplanten System | Recyclingrohstoff, günstig, guter Schall- und sommerlicher Wärmeschutz, feuchtepuffernd | Nicht für schlagregenbelastete Kerndämmung |
| Mineralische Einblaswolle | Dach, Decke, Holzrahmen, je nach Produkt Kerndämmung | Nicht brennbar, leicht, formschlüssig, bewährt | Produktzulassung und Einbaudichte beachten |
| EPS-Perlen | Geschlossene Hohlschichten, Dielenböden, teils Kriechkeller | Rieselfähig, wasserabweisend, wirtschaftlich | Nicht für offene Gefache |
| Holzfaser | Dach, Holzrahmen, geplante Innendämmung | Nachwachsender Rohstoff, guter Schall- und sommerlicher Wärmeschutz | Feuchteführung und größere Dicke beachten |
| Steinwolle | Brandschutzbereiche, Gebäudetrennfugen, WDVS | Nicht brennbar, vielseitig | Verarbeitung und Feuchteschutz beachten |
| XPS | Perimeterdämmung, Umkehrdach, erdberührte Bauteile | Druckfest und wasserresistent | Kein typischer Einblasdämmstoff |
| Kalziumsilikat | Fensterlaibungen und lokale Schimmelprobleme | Alkalisch, stark feuchteaufnahmefähig | Kein Hochleistungsdämmstoff |
| Phenolharz / Aerogel / Vakuum | Stellen mit sehr wenig Platz | Sehr hohe Dämmwirkung bei geringer Dicke | Teuer, teils anspruchsvoll zu verarbeiten |
Nicht die Faser oder der Kunststoff selbst ist der entscheidende Wärmeschutz, sondern die in sehr kleinen Poren eingeschlossene, unbewegte Luft. Je kleiner und ruhiger die Luftporen, desto besser kann ein Dämmstoff wirken.
In der Nutzungsphase sind zugelassene, fachgerecht eingebaute moderne Dämmstoffe für den vorgesehenen Einsatz ausgelegt. Bei Verarbeitung, Rückbau und Brand gelten dennoch die jeweiligen Schutz- und Entsorgungsvorgaben.
Schimmel braucht Sporen, Nährboden und Feuchtigkeit. Sporen und Staub lassen sich im Alltag nicht vollständig vermeiden. Deshalb ist die Feuchtigkeit der entscheidende Hebel.
Undichte Wasser- oder Abwasserleitungen führen zu örtlich konzentrierten Feuchteschäden. Erst Ursache beseitigen, dann sanieren und dämmen.
Fehlende Abdichtung im Keller oder Erdreich muss vor einer hochwertigen Innenraumnutzung beurteilt werden.
Warme, feuchte Luft kühlt an kalten Oberflächen ab. Die relative Feuchte steigt; an Wärmebrücken kann Schimmel entstehen.
Eine gut geplante Dämmung erhöht die Temperatur der inneren Oberfläche. Dadurch sinkt dort die relative Luftfeuchtigkeit und das Schimmelrisiko nimmt ab.
Die bestehende Außenwand wird durch die Innendämmung kälter. Gelangt Raumluft hinter die Dämmung, kann dort Feuchtigkeit ausfallen. Deshalb muss der Aufbau fugenfrei, luftdicht und bauphysikalisch geplant sein.
Eine Dämmung kann wirkungslos werden oder Bauschäden verursachen, wenn Planung und Ausführung nicht stimmen. Diese Fehler sind besonders häufig.
Arbeits- und Anfahrtskosten fallen ohnehin an. Wo Platz vorhanden ist, sollte die sinnvolle Dicke ausgeschöpft werden.
Durchströmte Spalten mindern die Wirkung. Hinter Innendämmung können sie zusätzlich Feuchteschäden verursachen.
Flugschnee, Regen oder Tauwasser gelangen in den Dämmstoff.
Warme Raumluft transportiert Feuchtigkeit in kalte Bauteile.
Hydrophile Stoffe gehören nicht in schlagregenbelastete Kerndämmungen.
Laibungen, Sockel, Deckenränder und Rollladenkästen bleiben Schwachstellen.
Wasser- und Heizungsleitungen müssen bei Innendämmung auf der warmen Seite bleiben.
Faserstoffe müssen mit der vorgeschriebenen Einbaudichte verarbeitet werden.
Materialmenge, Einbaudichte, Einblasstellen und Fotos sollten nachvollziehbar dokumentiert werden.
Die Förderung kann 2026 über das BAFA als BEG-Zuschuss erfolgen. Alternativ kommen der Steuerbonus oder KfW-Kredite infrage.
Grundfördersatz: 15 % der förderfähigen Kosten.
Nach den Neuregelungen im Juli 2026 greift der Bonus von 5 % nur noch für Kosten, die 30.000 € übersteigen.
Förderung abhängig von Gebäude, Maßnahme, technischen Voraussetzungen und rechtzeitiger Antragstellung. Förderanträge sind grundsätzlich vor Beginn der Maßnahme zu stellen.
Die Werte dienen als Orientierung. Die tatsächliche Einsparung hängt vom Gebäude und der Nutzung ab.
| Ausgangssituation | Maßnahme | Mögliche Wirkung |
|---|---|---|
| Ungedämmtes zweischaliges Mauerwerk | Kerndämmung mit Knauf Supafil® | Spürbar wärmere Innenoberflächen und geringere Transmissionswärmeverluste |
| Leere oder schwach gedämmte Holzbalkendecke | Fugenfreie Einblasdämmung | Weniger Wärmeverlust zum unbeheizten Dachraum |
| Hohler Dielenboden über kaltem Keller | Verfüllung des Hohlraums | Häufig deutlich höherer Fußbodenkomfort |
Der Dämmstoff wird schnell über einen Schlauch transportiert, Verschnitt fällt kaum an und bestehende Oberflächen müssen oft nur punktuell geöffnet werden. Dadurch können Arbeitszeit, Gerüst und Rückbaukosten gering bleiben.
Dachbodenluke, Rollladenkasten und einzelne Luftleckagen lassen sich oft mit wenig Material verbessern.
Kerndämmung, Dielenboden oder Dämmsackverfahren liegen häufig deutlich unter den Kosten einer kompletten Fassaden- oder Dachsanierung.
Entscheidend sind Ausgangszustand, Fläche, Energiepreis, Nutzung und die erreichbare Dämmwirkung. Pauschale Einsparversprechen sind unseriös.

Vor jeder Empfehlung prüfen wir direkt am Gebäude, welche Maßnahme technisch sinnvoll ist. So vermeiden Sie unnötige Arbeiten und erhalten eine realistische Einschätzung statt eines pauschalen Verkaufsgesprächs.
Welche Räume sind kalt? Wo gibt es Zugluft, Feuchte oder Schimmel? Wie soll Dachboden oder Keller später genutzt werden?
Wandstärke, Hohlraum, Endoskopie, Feuchte, Fassade, Dachaufbau, Luftdichtheit und Leitungen werden geprüft.
Wir wählen Dämmstoff, Dämmstärke, Einblasverfahren und die erforderlichen Vorarbeiten.
Die Dämmung wird nach Produktvorgaben und Einblasplan eingebracht. Öffnungen werden fachgerecht verschlossen.
Material, Menge, Einbaudichte, Fotos und besondere Bauteildetails werden festgehalten.
Bei einem typischen Einfamilienhaus häufig nur einige Stunden bis etwa einen Arbeitstag. Gebäudegröße, Zugänglichkeit und Fassadenaufbau beeinflussen die Dauer.
In der Regel nicht. Viele Kerndämmungen werden vollständig von außen ausgeführt.
Bei faserigen Produkten wird Setzung durch die vorgeschriebene Einbaudichte verhindert. Deshalb sind Maschineneinstellung, Materialmenge und Dokumentation wichtig.
Das hängt vom Produkt ab. Mineralische Dämmstoffe können nicht brennbar sein; Zellulose und EPS haben andere Brandklassen. Der erforderliche Brandschutz richtet sich nach Bauteil und Gebäude.
Offene Aufblasdämmung oder vorbereitende Arbeiten sind teilweise in Eigenleistung möglich. Kerndämmung, geschlossene Dachgefache und setzungssichere Verdichtung gehören wegen Technik, Zulassung und Gewährleistung in die Hand eines Fachbetriebs.
Eine fachgerecht geplante Kerndämmung verwendet zugelassene wasserabweisende Produkte. Vorher werden Fassade, Hohlraum, Feuchte und Schlagregenbelastung geprüft.
Bei vorhandenem Hohlraum ist die Einblasdämmung häufig die günstigste professionelle Lösung. Ohne Hohlraum muss eine andere Konstruktion geschaffen oder außen beziehungsweise innen gedämmt werden.
Sie werden vorab lokalisiert. Offene Durchdringungen und sensible Bereiche müssen abgedichtet, abgeschottet oder bei der Planung berücksichtigt werden.
Über Materialverbrauch, Volumen, Einbaudichte, Einblasplan, Endoskopkontrollen und Fotodokumentation.
Mehr Dicke verbessert den Wärmeschutz, aber Platz, Anschlüsse, Feuchte, Brandschutz und Wirtschaftlichkeit müssen gemeinsam betrachtet werden.
Wir prüfen Wand, Dach, Decke oder Fußboden direkt vor Ort und sagen Ihnen offen, welche Lösung technisch sinnvoll ist – und welche nicht.

